12 Mrz
2011

Au revoir Frankreich

Bevor wir uns heute Abend wieder nach Hause zurück fahren, besuchen wir noch das schöne und einzigartige Schloss Chambord. Das Renaissance Schloß ist mit seinen 426 Räumen und 282 Kaminen sehr beeindruckend.

Und nach dem wunderbaren Menue (Entenkeule und Tarte Tartin) besuchen wir als süßen Abschluss des Kulturausfluges noch eine Schokoladenmanufaktur.

Wir werden über Nacht fahren, in der Hoffnung, dass wir etwas schlafen können und uns die Fahrt nicht so lang vorkommt. Wir haben viele Eindrücke in dieser prall-vollen Woche gesammelt, Menschen verschiedener Nationen kennengelernt, uns mit Ihnen ausgetauscht, obwohl wir Ihre Sprache nur ungenügend oder (wie ich) gar nicht sprachen. Viele der Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit Handicap sind selbstständiger geworden, haben mehr Zutrauen zu sich bekommen, sind ein Stück gewachsen.

In zwei Stunden sind wir wieder in Schleswig-Holstein und ich frage i Christiane, Jörn, Arne und Ana, was sie aus dieser Woche mitgenommen haben, was sie beeindruckt hat.

Christiane: „Es war eine erfolgreiche Fahrt. Mich hat beeindruckt, wie offen die Menschen mit Handicap aus La Couronnerie auf uns zugegangen sind. Und ihre Freude, mir im Workshop die französischen Worte beizubringen, die mir fehlten. Es war auch schon beeindruckend, wie schnell wir uns an die französische Handhabung der Zeit gewöhnt haben.“

Jörn: „Es war toll zu sehen, wie schnell unsere Leute integriert wurden und wie gut sie zurechtgekommen sind,  trotz Sprachbarrieren. Was mir gar nicht gefallen hat, war die lange Busfahrt.“

Arne: „Die Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, mit der sich die Menschen mit Handicap auf die Fahrt eingelassen und sich der Herausforderung gestellt haben, hat mich beeindruckt.“

Ana: „Das Auftreten mit den anderen und der Band fand ich cool. Mein Holzworkshop war ohne Dolmetscher, das war nicht gut, ich habe nicht verstanden, was ich machen sollte. Ich habe  jetzt keine Angst mehr ins Ausland zu fahren. Ich kann auch mit Händen und Füßen bestellen.“

Ich weiß und habe gesehen, wie viel Kraft, Zeit und Energie die Organisation und Durchführung der Fahrt Arne, Jörn, Michael, Martina und Christiane gekostet hat. Und ich habe gesehen und gespürt,  mit wie viel persönlichem Engagement und Einsatz sie diese Bildungsfahrt begleitet haben. Sie waren zu jeder Zeit den Menschen mit Handicap zugewandt und haben für fast alle Probleme gemeinsam mit den Betroffenen eine Lösung gefunden. Meine Hochachtung für diese Arbeit.

Mir hat diese Woche mit euch 17 sehr gut gefallen. Es war anstrengend, interessant, ich habe neues von euch gelernt und bin auch mal an meine Grenze gestoßen. Fazit: ich möchte diese Woche auf keinen Fall missen. Wenn ihr wieder eine Fahrt unternehmt, komme ich gerne wieder mit. Wenn ich darf.

11 Mrz
2011

Abschied vom Chalet

Heute Morgen nehmen wir Abschied von unserem Chalet. Die letzte Nacht hier in Frankreich werden wir in einem anderen Quartier verbringen. Wo es ist und vor allem, wie es dort sein wird, das wissen wir noch nicht. Aber inzwischen sind wir alle recht spontan geworden und selbst diejenigen von uns, die normalerweise einen ganz festen Rahmen benötigen und Überraschungen nicht gut verkraften können, zeigen inzwischen eine große Gelassenheit. Mal sehen was so kommt….

Heute Nachmittag präsentieren die Workshops ihre Ergebnisse im Festsaal der Gemeinde. Die Bewohner und Bewohnerinnen von Olivet sind dazu eingeladen.

Natürlich werden auch die Teilnehmenden des Musikworkshops auftreten. Eine gut harmonierende Gruppe aus Franzosen, Kanadiern und Deutschen. Roosty ist stolz auf die Truppe, die ihn beim Auftritt kaum noch braucht. „Dann habe ich mein Ziel erreicht“, sagt er. Dieter erfährt erst heute Morgen, dass er ein Solo singen soll. Let it be. „Ruhig Blut, du kannst dich schon mal programmieren“, beruhigt ihn Roosty.

Um 14.00 Uhr soll es losgehen. Wir sind natürlich pünktlich, zu pünktlich wie es scheint. Die Zeit, bis die Gäste kommen, vertreiben wir uns mit dem Tanzen von Buchstaben. Wohl dem, der einen kurzen Namen hat, mit wenig Buchstaben.

Um 16.30 Uhr beginnt die Aufführung. Leider sind nur wenig Besucher aus dem Ort gekommen. Wir haben trotzdem Spaß und wer bei „rock`n all over the world“ auf dem Stuhl sitzen blieb, hatte selbst Schuld.

Über die neue Unterkunft, die Jugendherberge lag in einem Sportstation, sei nur gesagt, dass wir alle froh waren nur eine Nacht dort zu verbringen. Wirklich nicht empfehlenswert.

11 Mrz
2011

Radio Dieter

Dieter macht beim Workshop Radio mit. Sein Auftrag ist, den Workshop über Bienen und Bienenwachsarbeiten zu besuchen und ein Interview mit Michael zu führen.

Wie mir eine gut unterrichtete Quelle erzählte, soll Dieter gefragt haben: „Michael, gibst du allen deinen Bienen Namen?“

Michaels Antwort kenne ich nicht. Martina meint jedoch, dass Michael nur den Bienen mit den dunklen Streifen Namen gibt. „Die heißen alle Tigerente“.

11 Mrz
2011

Wartezeit

Mathias und Martina warten auf den Auftritt der Band

Mathias und Martina warten auf den Auftritt der Band

Manchmal haben wir auch kleine Wartezeiten zu überbrücken. Jeder von uns beschäftigt sich dann mit anderen Dingen. Martina: „Ich male Affen braun an“.

11 Mrz
2011

Musik in uns

Mirko (links) und Bob gehören zu den Musikern, die auf dem Festival musik-in –uns in Rendsburg am 20.August spielen.

Mirko (links) und Bob gehören zu den Musikern, die auf dem Festival musik-in –uns in Rendsburg am 20.August spielen.

Bob und Mirko spielen in der Band Leuchtfeuer der Stormarner Werkstätten Bad Oldesloe. Und sie gehören zu den 13 Musikern mit Handicap, die am 20. August 2011, um 18.00 Uhr, auf dem Open-Air-Festival „musik in uns 2011“ im Innenhof des Hohen Arsenals in Rendsburg auftreten. Neben der Peter Gustav Wöhler Band.

Eintrittskarten sind im Vorverkauf erhältlich.  www.musik-in-uns.de

10 Mrz
2011

Pastamania

19.00 Uhr

Heute Abend wird gekocht. Pasta, Basta. Spirelli-Nudel, Vollkornnudeln. Zur Auswahl stehen folgende Soßen: Gemüse-Hackfleisch, selbst gemachtes Basilikumpesto oder Knoblauch/Olivenöl/Tomaten. Und als Nachtisch: in Honig gebackene Bananen und frische Ananas.

Erstaunlich wir schnell klar war, dass die Frauen kochen und die Männer dann die Küche sauber machen.

Das gemeinsame Kochen war lustig und sehr entspannt. Und auch für die kleinen Widrigkeiten der Küche fanden wir schnell eine Lösung. Wir hatten zwar acht Herdplatten zur Verfügung, leider wurden jedoch nur zwei davon heiß. Trotzdem stand das Essen für 18 hungrige Menschen –wie versprochen – eine Stunde später auf dem Tisch. Ana und Susi haben in der Werkstatt bereits in der Küche gearbeitet, von den beiden konnte ich einiges lernen. Susi schnitt die Zwiebeln, die Petersilie und das Gemüse in exakte kleine Würfel und das mit professioneller Geschwindigkeit. Und Ana brauchte keinen Pfannenwender. Pfanne in die Hand genommen und locker die  Hackfleisch-Gemüsemischung aus dem Handgelenk geschwenkt.

Das Essen hat uns allen so gut gemundet, dass wir auf die gebackenen Bananen verzichtet haben. Dafür gab`s später noch Weingummis und Lakritzschnecken. Inzwischen weiß ich, dass ich schnell sein muss, sonst die Schale leer. Als Einzelkind bin ich dabei zwar ganz klar im Nachteil, aber ich lerne schnell.

Im Namen aller weiblichen Reiseteilnehmerinnen spreche ich den Männern ein großes Lob aus. Ihr habt die Küche gut wieder aufgeräumt und saubergemacht.

Leider haben wir davon keine Fotos.

10 Mrz
2011

Kerzen und Osterschmuck

Michael und Christiane zeigen in ihrem Workshop, wie aus Bienenwachs Kerzen gerollt werden und kleine Anhänger entstehen.

Christiane nutzt die Gelegenheit, um sozusagen nebenbei ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Die Kerzen müssen gerade aufgerollt werden. „A petite a gauche“, sagt Christiane. Etwas nach links. Das hat sie von den Teilnehmern gelernt.  Und auch wie der Docht auf Französisch heißt. Elisabeth findet den workshop „superbe“. Sie ist heute schon das zweite Mal dabei.

10 Mrz
2011

Und ein weiterer Blog

Neben den Workshops in den die Teilnehmenden lernen ein Video zu machen oder ein kleines Radioprogramm, gibt es einen Blog-Workshop.

Zu sehen unter:

http://echangeinternational.blogspace.fr

Konzentriertes Arbeiten beim Blog-Workshop

Konzentriertes Arbeiten beim Blog-Workshop

9 Mrz
2011

Und dann geht die Party richtig ab

Bergfest. Heute Abend sind alle in den Festsaal der Gemeinde eingeladen. Gemeinsames Essen und musikalisches Programm.  Eine Gruppe von La Couronnierie hat den Raum und die Tische liebevoll dekoriert.

Der gesamte Musikworkshop wird auftreten und zeigen, was er in der kurzen Zeit bereits erarbeitet hat.

Ich werde mit meinem Fotoapparat einige kurze Videosequenzen machen. Jörn will auch mit seinem Fotoapparat filmen (doppelt hält besser). Leider kann er den Videomodus nicht finden, dafür entdeckt er eine andere Funktion. „Ich habe den Portraitmodus für schöne Haut gefunden“. Das werden wir morgen ausprobieren, mal sehen ob das auch bei uns funktioniert.

Wir waren alle schon recht müde, als das Essen um 20.30 Uhr begann, aber dann….

Der Auftritt der kanadischen Gäste mit Mohamed Ghoul riss alle von den Stühlen und auf die Tanzfläche. Und dann der Auftritt der Workshop-Band. Grandios. La Bamba als Zugabe, und dann wie bei den Profis eine spontane Session. Mohamed Ghoul kommt auf die Bühne und fordert Bob zu einem Rap-Battle auf.

„Das war geil, eh“, kommentiert Ruth den Abend. Recht hat sie.

9 Mrz
2011

Wenn ich mal nicht weiterweiß,

gründe ich `nen Arbeitskreis (AK).

Das haben wir dann auch flugs gemacht, um das schwierige und gruppendynamisch höchst brisante Problem „Was kochen wir Donnerstag Abend“ zu bearbeiten. Warum der AK nur als Frauen, Christiane, Ana, Ruth und mir, bestand, weiß ich nicht zu sagen. Na, ja, Djakomo schaute ab und zu mal vorbei. Wir haben uns dann auf Nudel, Vollkornnudeln und verschiedene Soßen mit und ohne Fleisch geeinigt. Obstsalat zum Nachtisch. Damit können alle zufrieden sein- Vegetarier, Fleischesser und alle die bestimmte Lebensmittel nicht essen dürfen.